Wir haben in uns das Potenzial, zu sein,
was wir zu sein beschließen.

Akong Rinpoche

Therapie

Ich bin in verschiedenen wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Verfahren ausgebildet:

  • Verhaltenstherapie (Kognitive Verhaltenstherapie)
  • Systemische Familientherapie
  • Hypnotherapie
  • Entspannungsverfahren

Was ist Verhaltenstherapie?
Verhaltenstherapie ist ein wissenschaftlich erprobtes und wirksames Therapieverfahren, in dem es - sehr verkürzt dargestellt - darum geht, etwas Neues im Hier und Jetzt zu lernen. Die Störung wird in der Lebensgeschichte und der aktuellen Situation genau analysiert und ein nachvollziehbares, individuelles Störungsmodell entwickelt. Daraus resultiert eine transparente und nachvollziehbare Therapieplanung.

Dabei werden in der kognitiven Verhaltenstherapie, als deren Begründer Aaron T. Beck und Albert Ellis gelten, zugrunde liegende Kognitionen (Einstellungen, Gedanken, Bewertungen und Überzeugungen) bewusst gemacht, auf ihre Angemessenheit überprüft, korrigiert oder differenziert. In der Therapie soll verdeutlicht werden, dass die subjektive Wahrnehmung der Dinge (unsere Bewertung) ganz entscheidend unsere Gefühle und unser Verhalten bestimmt. Die kognitive Therapie ist z.B. besonders wirksam bei Depressionen oder Angsterkrankungen.

Man geht davon aus, dass man lebenslang lernt und dabei neue Erfahrungen, Gedanken, Einstellungen und Verhaltensweisen gewinnen kann, die auch zu veränderten Gefühlen und Verhaltensweisen führen können und damit zu einer Verringerung der psychischen und psychosomatischen Beschwerden.

In der Verhaltenstherapie wurde außerdem sehr viel hilfreiches störungsspezifisches Wissen gesammelt. Aus diesem Wissen wurden dann für die jeweiligen Störungen spezielle Änderungsstrategien entwickelt, die in der Behandlung häufig Anwendung finden.

(Die Verhaltenstherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes Richtlinienverfahren, d.h. die Kosten werden von den gesetzlichen und privaten Kassen vollständig übernommen)

Weiterführende Literatur:
Margraf, J. , Schneider, S. (2008) Lehrbuch der Verhaltenstherapie (3. Auflage; Band 2), Berlin:Springer Reinecker, H. (2005) Grundlagen der Verhaltenstherapie (3. Auflage) Weinheim: Beltz, Programm PVU Psychologie Union

Was ist Systemische Therapie?
In der Systemischen Therapie werden vor allem wertschätzende und würdigende Beschreibungen für Symptome und die entstandenen Schwierigkeiten entwickelt, man geht allerdings nicht von einer dezidierten Störungslehre aus.

Sehr vereinfacht gesagt, werden hier die systemischen Zusammenhänge und die Beziehungen zwischen den Menschen in einem System (Familie, Paare etc.) als Grundlage für die Therapie von seelischen Beschwerden betrachtet.

Wesentliche Inhalte der Systemischen Therapie sind die Systemtheorie und der Konstruktivismus. Im Konstruktivismus wird der Anspruch aufgegeben, das Verhalten von jemandem objektiv zu beschreiben oder zu erklären, sondern man beschreibt eher, wie jemand etwas aus seiner Sicht wahrnimmt bzw. das System, in dem er lebt, wahrgenommen wird.

Bei diesem Therapieverfahren wird vor allem lösungs- und ressourcenorientiert nach geeigneteren Mustern für die Beziehungsgestaltung gesucht.

(Die SystemischeTherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren, aber kein Richtlinienverfahren.)

Weiterführende Literatur:
von Schlippe, A., Schweitzer, J. (2012) Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung I, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht
von Schlippe, A., Schweitzer, J. (4. Auflage, 2012) Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung II, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht

Was ist Hypnotherapie?
Hypnotherapie ist ein sehr altes Verfahren, schon früh gab es verschiedene Formen von Heilungsritualen. Während in traditionellen Auffassungen von Hypnose davon ausgegangen wurde, dass ein Veränderungsprozess von außen gesteuert wird, nimmt der Mensch in der modernen Hypnotherapie aktiv am hilfreichen Suchprozess nach Lösungen oder Ressourcen teil und und ist eben nicht „passiv oder willenlos“ dem Therapeuten ausgeliefert, dieser liefert nur Anstöße für diesen Suchprozess, um eigene hilfreiche Vorstellungen und Bilder für sich zu finden.

Moderne klinische Hypnose wurde vor allem durch den amerikanischen Psychiater Milton H. Erickson (1901 -1980) bekannt, der die Auffassung vertrat, dass eine hypnotische Trance Zugang zu den eigenen Ressourcen ermöglicht. Der Hypnotherapie nach Erickson liegt auch die Haltung zugrunde, dass jeder Mensch selbst am besten weiß, was für ihn gut ist und dieses unbewusste Wissen durch Hypnose aktivieren kann.

In einer zunächst eingeleiteten Trance stellt sich ein veränderter Bewusstseinszustand ein, bei dem Sie Ihre Aufmerksamkeit nach innen fokussieren. Dabei können andere physiologische, emotionale und kognitive Reaktionen erlebt werden. Es ist Ihnen dann möglich, durch die Aktivierung Ihres Unbewussten („innerer Kompass, inneres Wissen“) hilfreiche Prozesse anzustoßen, unbewusste Ressourcen und Lösungen zu finden, die Ihr bewusstes Wissen ergänzen und unterstützen können. Es kann Ihnen ebenfalls gezeigt werden, wie Sie in Selbsthypnose gehen können, um solche Prozesse eigenständig anzustoßen.

Hypnotherapeutische Strategien können Ihnen dabei helfen, sich Ihren gewünschten Zielen besser anzunähern. Dabei handelt es sich um eine zusätzliche psychotherapeutische Methode, die bei vielen Indikationen (z.B. bei Ängsten, Schlafstörungen, Schmerzen, psychischen und sozialen Faktoren bei somatischen Krankheiten) angewendet werden kann und sich mit verschiedenen Therapieverfahren sehr gut verbinden lässt. Für die Effektivität von Hypnotherapie gibt es zahlreiche empirische Belege.

(Wissenschaftlich ist die Hypnotherapie teilweise anerkannt, kein Richtlinienverfahren, hypnotherapeutische Methoden können nur begrenzt im Rahmen der verhaltenstherapeutischen Behandlung mit der Kasse abgerechnet werden.)

Weiterführende Literatur:
Revenstorf, D., Peter, B. ( 2. Auflage, 2009) Hypnose in Psychotherapie, Psychosomatik und Medizin, Berlin: Springer
Revenstorf, D., Zeyer, R. (3. Auflage, 2008) Hypnose lernen; Leistungssteigerung und Stressbewältigung durch Selbsthypnose, Heidelberg: Carl-Auer-Verlag
Alman, B., Lambrou P. T. (6. Auflage, 2006) Selbsthypnose. Das Handbuch zur Selbstbehandlung, Heidelberg: Carl-Auer-Verlag

Julia Brabandt BehandlungszimmerJulia Brabandt Behandlungszimmer